Ausstellung Handwerk MAK

Handwerk. Tradiertes Können in der digitalen Welt!

Handwerk. Tradiertes Können in der digitalen Welt!Handmade.

Vom Meister oder Laien? Do it yourself oder Do it together? Open and shared Werkstätten, Design und Wissen? Wo sind die Grenzen? Wo sind die Anfänge? Wo geht´s hin? Im Museum Angewandter Kunst findet derzeit eine fantastische Ausstellung zu diesen Themen statt!

Der Werksalon gibt am 5. März 2017  im MAK traditionelle Handwerkskünste in einer offenen Schau- und Mitmach-Werkstatt zum Besten, zu der wir dich gerne einladen möchten.

Zur Ausstellung:

„Die MAK-Ausstellung handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt reflektiert die Bedeutung und Wertschätzung des Handwerks als wesentlicher Bestandteil der materiellen Kultur und der kulturellen Identität.“ (MAK)

handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt“ (MAK)

Ausstellung: MI, 14.12.2016–SO, 09.04.2017

Die Ausstellung handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt reflektiert die Bedeutung und Wertschätzung des Handwerks als wesentlicher Bestandteil der materiellen Kultur und der kulturellen Identität. In sechs Kapiteln spannt die umfassende MAK-Schau den Bogen von der Geschichte zu aktuellen europäischen Perspektiven, beleuchtet das ressourcenschonende Potenzial des Handwerks, zeigt neue Entwicklungen an der Schnittstelle zu digitalen Technologien auf und präsentiert meisterliche Werkstücke aus verschiedenen Sparten.

Aktuell werden die Begriffe „Handwerk“ und „handmade“ in der Werbung und in Lifestyle-Medien inflationär verwendet. Das „Maker Movement“ und die Do-it-yourself-Bewegung sind enorm erfolgreich und schaffen einen weltweiten Hype, global agierende Luxus-Labels setzen das Handwerk gezielt als Qualitätsmerkmal ein. Demgegenüber steht die Realität lokal agierender HandwerkerInnen, die um Anerkennung und eine gerechte Bezahlung kämpfen.

Im einleitenden Ausstellungkapitel „Geschichte & Gegenwart“ illustrieren unterschiedlichste Exponate – von Hephaistos, dem Gott der Schmiede, über persönliche Objekte der Habsburger bis hin zum Chanel-Outfit der Métiers d’Art Collection 2014/15  – diskursiv die gesellschaftliche Anerkennung des Handwerks über die Jahrhunderte.

Unter dem Titel „Perspektiven“ präsentiert das zweite Kapitel der Ausstellung europäische Initiativen und Institutionen, die in den Bereichen Ausbildung und Marketing aktiv sind, wie beispielsweise der Crafts Council und die Compagnons du Devoir.

Das Kapitel „Material & Werkzeug“ zeigt mannigfaltige Materialproben und 99 Werkzeuge, die größtenteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Eine begehbare Installation bietet den BesucherInnen die Möglichkeit, unterschiedliche Proben natürlicher Materialien anzufassen und somit haptisch zu erfahren.

In einer „Live-Werkstatt“, dem vierten Kapitel der Ausstellung, zeigen insgesamt 20 HandwerkerInnen vor Publikum täglich ihr Können.

HandwerkerInnen in der Live-Werkstatt 

Link:

Di–So, 10:00–13:00 und 14:00–18:00 Uhr, HandwerkerInnen in der Live-Werkstatt
Di., 18:00–22:00 Uhr,  MAK-Restaurierung live

Das fünfte Kapitel der Ausstellung, „Qualität & Exzellenz“, stellt historische Objekte der MAK-Sammlung aktuellen handwerklichen Produkten aus 18 europäischen Ländern gegenüber. Gezeigt werden Möbel, Tapeten, Fliesen, Teppiche, Bekleidung, Hüte, Handschuhe, Gläser, Besteck und Geschirr von 50 HandwerkerInnen.
 
Dem bedeutenden Faktor „Nachhaltigkeit“ widmet sich das abschließende Kapitel der Ausstellung. Um die BesucherInnen als KonsumentInnen für die Biografie von Produkten zu sensibilisieren, werden sechs handwerklich gefertigte Wiener Produkte präsentiert und alle damit verbundenen Informationen zu Material und Herstellung offengelegt. Ergänzt wird dieses Kapitel durch ein Forschungs-Lab der Wirtschaftsuniversität Wien und ein Video-Interview mit dem Soziologen Richard Sennett, dessen Buch The Craftsman wichtige Impulse für die Ausstellung lieferte.

Gastkuratorin: Tina Zickler
Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik“